Politisches Engagement steht in Buenos Aires auf der
Tagesordnung. Dass das studentische Leben an der UBA sehr politisch ist,
habe ich bereits in meinem letzten Eintrag beschrieben (Studieren an der UBA).
Aber auch wenn man aufmerksam durch die Straßen von Buenos Aires geht,
stößt man stets auf Politisches: Plakate, Parolen und Graffitis entdeckt
man überall und regelmäßig wird der Verkehr für eine Demonstration
umgeleitet. An der Plaza de Mayo, wo sich auch der Regierungssitz, die
Casa Rosada, befindet, werden die Absperrungen gar nicht mehr weggeräumt
- schließlich müssen sie hier regelmäßig für Kundgebungen aufgebaut
werden.
Politische Statements auf Mauern, Zebrastreifen und Hausfassaden:
"Mariano Ferreyra presente!" - Überall in der Stadt wird an den ermordeten jungen Aktivisten erinnert
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| Zu Deutsch etwa: "Mit der Demokratie scherzt man nicht - alle mit Christina [Kirchner], vereint und organisiert" |
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| Auch
Jahrzehnte nach dem Falklandkrieg sieht man in der Stadt zahlreiche
Graffitis, Wandbilder oder Schmierereien, die fordern: "Engländer runter
von den Falklandinseln" (die Falklandinseln heißen in Argentinien
Malvinas) |
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Demo für Mariano Ferreyra:
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Gestern fand eine Demonstration im Gedenken an Mariano Ferreyra statt, der vor genau zwei Jahren, am 20. Oktober 2010, ermordet worden war (siehe ebenfalls Studieren an der UBA). Gewerkschaften, politische (linke) Gruppierungen, Studentenverbände usw. zogen vom Kongress die Avenida de Mayo entlang zur Plaza de Mayo, wo eine Abschlusskundgebung unter dem Motto "justicia y castigo" ("Gerechtigkeit und Strafe") stattfand. (Siehe z.B. den Bericht von La Voz)
Hier ein paar fotografische Eindrücke davon:
Die Demo formiert sich an der Plaza del Congreso und zieht die Avenida de Mayo entlang:
Überquerung der Avenida 9 de Julio, vorbei am Obelisken, einem der Wahrzeichen der Stadt:
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| Auch auf dem Zebrastreifen wird an Ferreyra erinnert |
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| Demonstrieren ist hier keine Frage des Alters |
Schließlich erreichen die Demonstranten die Plaza de Mayo:
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